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Drei Landestitel für die SVG-Athleten in Lingen

Marius Numrich, Aris Oestmann und Bruno Fürle zu stark für die Konkurrenten

Artikel vom 15. Juni 2026

Der Artikel wird präsentiert von:

    Bad Gandersheim.

    Ein sehr erfolgreiches Wochenende liegt hinter den Leichtathleten der Spielvereinigung Grün-Weiß Bad Gandersheim. Drei Landesmeistertitel und eine Vizemeisterschaft sowie Spitzenleistungen brachten sie von den Titelkämpfen um die gemeinsam ausgetragenen Landesmeisterschaften von Niedersachsen und Bremen aus Lingen mit. Die Titel wurden dabei in den beiden Disziplinen gewonnen, die auch schon in den letzten Jahrzehnten immer als Titelgaranten dastanden: Hammerwurf und Stabhochsprung.

    Die Hammerwerfer hatten ihren Wettkampftag am Sonnabend. Leider wie das gesamte Wochenende geprägt durch wechselhaft-kühles, zuweilen auch nasses Wetter. Das aber stört die Hammerwerfer in der Regel weniger als andere Disziplinen.
    Marius Numrich ist zur Zeit wieder in Bad Gandersheim und konnte so auch um den Titel bei den Männern mitwerfen. Mit dem 7,25-Kilo-Hammer standen an Ende 54,72 Meter zu Buche, bestes Ergebnis einer ziemlich durchwachsenen Serie und für den Grün-Weißen eher mittelmäßig, da zählte eher der Landestitel. Der Abstand von dreieinhalb Meter auf seinen ewigen Konkurrenten Ricardo Manuel Winkelvoß aus Einbeck war dabei geringer als früher üblich.

    Ebenfalls unter seinen Möglichkeiten blieb Max Vana, dem mit dem 5-Kilo-Gerät in der Jugend U 18 nur 39,47 Meter an diesem Tag gelingen wollten. Sein einziger gültiger Wurf, das reichte dann auch locker zum Vizemeistertitel. Als Meister war Jan Plewka aus Helmstedt mit 65,69 Metern ohnehin der Konkurrenz um Klassen enteilt.

    Umso besser lief es beim jüngsten Nachwuchs: Drei Starter schickte die SVG in der M14 ins Rennen, und die holten sich alle drei Podestplätze. Voran Aris Oestmann, der sein großes Talent und die bereits im Training erkennbaren Fortschritte mit einer neuen Bestleistung und dem Titelgewinn krönte. Aris schleuderte gleich im zweiten Versuch den 4-Kilo-Hammer auf 52,88 Meter, nach einem Auftakt von 50,49 Metern.  

    Damit behauptete er seine Führung in der deutschen Bestenliste und baute sie noch ein Stück aus. Auf Rang zwei derzeit Arik Hermanni aus Pulheim, den Aris in Halle jüngst erst direkt schlagen konnte. Hermanni verbesserte sich am selben Wochenende wie Aris nunmehr auf 48,29 Meter, es bleibt also spannend in der Bestenliste der M14.
    Dies auch, weil auf Rang drei der Bestenliste schon ein weiterer Grün-Weißer folgt. Titus Ahrenhold konnte sich in Lingen auf ausgezeichnete 47,49 Meter steigern, natürlich eine deutliche neue persönliche Bestleistung und Festigung seines vorderen Listenplatzes in Deutschland. Auch dies für ihn vermutlich wichtiger als der trotzdem schöne Vizemeistertitel in Lingen.
    Dritter in Lingen wurde Arik Bumke, dem bei 38,86 Metern leider nicht der erhoffte Sprung über die 40 Meter-Marke gelang. Dafür tröstete sich der Grün-Weiß mit dem Bronzeplatz. In der deutschen Bestenliste steht er aktuell auf Rang fünf.
    Ein packender Wettkampf und schwierige äußere Bedingungen prägten dann am Sonntagmittag die Stabhochsprung-Konkurrenz. Wechselnder Seiten- und Gegenwind, kräftige Sturmböen sowie zwischenzeitlicher Regen machten den Athleten das Leben schwer und sorgten dafür, dass jeder Sprung höchste Konzentration verlangte.
    Als Favorit gestartet ließ Bruno Fürle zunächst keine Zweifel an seinen Titelambitionen aufkommen. Nach seinem Einstieg bei 2,70 Metern überquerte er auch 2,80 und 2,90 Meter jeweils souverän im ersten Versuch. Doch anschließend entwickelte sich ein unerwartet spannendes Duell.
    Für die Überraschung des Tages sorgte Hannes Beckmann (TuS Gildehaus), der über sich hinauswuchs und seine persönliche Bestleistung gleich um beachtliche 30 Zentimeter steigerte. Nach zuvor übersprungenen 2,80 Metern meisterte er sowohl die 3,00 Meter als auch die 3,10 Meter jeweils im ersten Versuch. Damit setzte er den Favoriten gehörig unter Druck, denn Fürle benötigte für beide Höhen jeweils zwei Anläufe.
    Der als stärkster Konkurrent gehandelte Felix Kemner aus Hannover konnte dagegen nicht in den Kampf um Gold eingreifen. Verletzungsbedingt musste er den Wettkampf nach übersprungenen 2,55 Metern vorzeitig beenden.
    Damit spitzte sich der Wettbewerb zu einem direkten Duell zwischen Bruno und Hannes zu. Als es darauf ankam, bewies Fürle seine ganze Klasse und große Nervenstärke. Die entscheidenden 3,20 Meter überquerte er im ersten Versuch. Hannes, der bis dahin mit einer beeindruckenden Serie geglänzt hatte, scheiterte nur knapp an dieser Höhe.
    Mit übersprungenen 3,20 Metern sicherte sich Bruno Fürle verdient den Landesmeistertitel. Die 3,30 Meter wären durchaus möglich gewesen, doch die ständig wechselnden Windverhältnisse, die Regenschauer und die bereits schwindenden Kräfte ließen keine weitere Steigerung mehr zu.
    Für eine besondere Kuriosität sorgte schließlich die Siegerehrung: Gleich drei Athleten teilten sich den dritten Platz. Alle drei hatten dieselbe Höhe gemeistert, waren an der gleichen Höhe ausgeschieden und wiesen zudem exakt die gleiche Anzahl an Fehlversuchen auf. So standen am Ende drei Drittplatzierte gemeinsam auf dem Podest – ein seltenes Bild und ein außergewöhnlicher Abschluss eines ebenso außergewöhnlichen Wettkampfs.rah

    BUs: 

    Grün-Weiße Dominanz im Hammerwurf der M14: Von links Vizemeister Titus Ahrenhold, Landesmeister Aris Oestmann und rechts Bronzegewinner Arik Bumke.    FOTOS: SVG

    Mit starken Nerven und guten 3,20 Metern sicherte sich Bruno Fürle den Landesmeistertitel im Stabhochsprung der M14.